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Nachrichten aus der Schule
Koreanische Partnerschule zu Gast am Beruflichen Schulzentrum Erding
Nach dem erfolgreichen Auftakt im Frühjahr durfte das Staatliche Berufliche
Schulzentrum Erding (Dr.-Herbert-Weinberger-Schule) erneut eine Delegation aus
der südkoreanischen Provinz Jeollanam-do begrüßen. Die Gruppe – bestehend aus
zwei Vertretern der Schulaufsicht, zwei Lehrkräften und acht Schülerinnen und
Schülern – besuchte die Erdinger Schule im Rahmen der fortgeführten Partnerschaft,
um den Austausch zu Themen der beruflichen Bildung, Digitalisierung und
Künstlichen Intelligenz weiter zu vertiefen. Projektleiterin Anja Brecht koordinierte das
vielseitige Besuchsprogramm.
Die Gäste wurden von stv. Schulleiter Günther Mittermaier und dem Erasmus+-
Projektleiter Jens Koch herzlich empfangen. Schülerinnen und Schüler der
Fachakademie stellten das BSZ Erding in einer Präsentation vor, bevor deutsche und
koreanische Jugendliche in einer „lockeren Runde“ mit gemeinsamem Gesang die
kulturelle Begegnung eröffneten. Anschließend erhielten die Gäste Einblicke in den
Unterrichtsalltag – unter anderem in den Fächern Englisch und Mathematik – sowie
bei einer Schulhausführung. Ein weiterer Programmpunkt war die Besichtigung der
Erdinger Weißbräu, die spannende Einblicke in Produktionsstrukturen bot.
Ein besonderes Highlight bildete der Besuch der Lufthansa Technik am Münchner
Flughafen. Die koreanische Gruppe lernte die duale Ausbildung im Bereich
Fluggerätetechnik aus nächster Nähe kennen – ein Programmpunkt, der an den
ersten Austausch anknüpfte. Schon damals hatte die Delegation die
Ausbildungsabteilung von Lufthansa Technik besichtigt und sich intensiv mit der
praxisnahen Verzahnung von Schule und Betrieb beschäftigt. Auch diesmal zeigte
sich das große Interesse an der Verbindung von Theorie und Praxis, die das
deutsche Ausbildungssystem auszeichnet.
Neben fachlichen Themen kam auch der kulturelle Austausch nicht zu kurz.
Gemeinsame Sportaktivitäten, Stadtbesichtigungen und die Vorbereitung eines
koreanischen Kulturstands förderten das gegenseitige Kennenlernen. In der
Schreinerwerkstatt entstanden zudem handgefertigte Bilderrahmen als
Erinnerungsstücke an die Begegnung. Den Abschluss bildete ein Besuch der
Gedenkstätte KZ-Dachau, der den Gästen einen tiefgehenden historischen Einblick
vermittelte.
Schulleiter Christian Käser betonte: „Die Kooperation mit den südkoreanischen
Partnern ist mit dem Ziel gestartet, voneinander zu lernen: Während wir unser duales
Ausbildungssystem vorstellen, erhalten wir von unseren koreanischen Partnern
wichtige Impulse im Bereich der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz.“ Der
erneute Besuch unterstreicht, dass aus dem ersten Austausch eine tragfähige
Partnerschaft mit Zukunftsperspektive entstanden ist.
Für die kommenden Jahre sind weitere gegenseitige Besuche und gemeinsame
Projekte geplant – unter anderem im Bereich KI-gestützter Lernkonzepte und
digitaler Unterrichtsformate. Die Begeisterung und Offenheit auf beiden Seiten lassen
erwarten, dass die deutsch-koreanische Zusammenarbeit weiterhin wertvolle Impulse
für die berufliche Bildung setzen wird.