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Berufsbildung (Leonardo da Vinci)

Regierung von Oberbayern Information des ISB zu den EU-Bildungsprogrammen

Internationalisierungsstrategie

Der Bundestag hat am 17.01.2013 einen nationalen Benchmark für die Internationalisierung der Berufsbildung beschlossen. Im Jahr 2020 sollen mindestens 10 Prozent der Auszubildenden während ihrer Ausbildung Auslandserfahrungen sammeln können (Info hier). Zur Zeit sind es noch ca. 4 Prozent eines Ausbildungsjahrgangs. In Europa sollen laut einer Empfehlung des Europäischen Rates im Jahr 2020 mindestens 6 Prozent der Absolventinnen und Absolventen in der Berufsbildung einen Auslandsaufenthalt realisieren (Info hier). Diese Benchmarks könnten als Richtwerte für das eigene SQV herangezogen werden.

Oberste Ziele einer schulischen Internationalisierungsstrategie sind u.a.:

  • Steigerung der Mobilität der Auszubildenden.
  • Steigerung der Mobilität der Berufsbildungsverantwortlichen (Lehrkräfte u. Ausbilder) – Personal- und Organisationsentwicklung.
  • Internationale Öffnung (Internationalisierung) der Berufsschule.

 

Internationalisierungsstrategie der Berufsschule Erding

Die Dr.-Herbert-Weinberger-Schule möchte, dass ihre Lernenden (Auszubildenden) und Lehrende (Lehrkräfte) am Prozess der zunehmenden Internationalisierung (bzw. Europäisierung oder Globalisierung) der dualen Berufsausbildung teilhaben können. Aus diesem Grund wurden im Rahmen des Schulentwicklungsprozesses im sogenannten Schulspezifischen Qualitätsverständnis (SQV) Zielindikatoren formuliert (Siehe:  Internationalisierungsstrategie_BS-Erding_Stand_Mai_2015_fuer_Homepage.pdf (640 KB)).

Ein "EU-Koordinator" (= Kontakperson der Schule) bündelt die einzelnen Initiativen der Lehrkräfte und der verschiedenen Fachbereiche und stellt die jährlichen Förderanträge. Er verwaltet die Fördergelder und organisiert die Abschlagszahlungen uber die Regierung aus der Staatsoberkasse. Unterstützt wird er von den „EU-Teams“ bzw. "Internationalisierungsteams" der verschiedenen Abteilungen und Fachbereiche (Siehe Organigramm der BS Erding).

Tipp: Zeitliche Ressourcen für das „EU-Team“ bzw. "Internationalisierungsteam" können neben den üblichen "Anrechnungsstunden" seit dem Schuljahr 2011/12 auch durch die sogenannten "Teamstunden" aus dem Schulbudget bereitgestellt werden. Siehe dazu: Stärkung der Eigenverantwortung beruflicher Schulen, Schulversuch „Profil 21 – Berufliche Schule in Eigenverantwortung“, Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultusvom 6. Juli 2011, Az.: III.3-5 S 9641-7b.52 463, Anlage Nr. 9 Eigenverantwortliche Teamstunden, Seite 235 im Amtsblatt KWMBl Nr. 17/2011.

 

Ergänzung des Leitbildes der Berufsschule Erding

Im Schuljahr 2016/17 wurde, entsprechend der Internationalisierungsstrategie, das Leitbild der Berufsschule Erding um die folgenden Punkte erweitert:

  • Wir stellen die Schüler in den Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit und fördern ihre berufliche Handlungskompetenz - auch im internationalen Kontext.
  • Wir fördern das Verständnis für unterschiedliche Denk- und Handlungsweisen und gewinnen interkulturelle Kompetenz.

Zur Diskussion stand auch folgender empfehlenswerter Vorschlag:

  • Wir fördern die internationale berufliche Handlungskompetenz unserer Schüler und Lehrer.
  • Wir fördern die kulturelle Vielfalt an unserer Schule.

 

Verleihung der Erasmus+ Mobilitätscharta für die Berufsbildung im Jahr 2015

Am 09.09.2015 wurde der Berufsschule Erding die Erasmus + Mobilitätscharta für die Berufsbildun2015 08 Erasmus VET webbanner transparentblueg (Erasmus+ VET Mobility Charter Nr.: 2015-1-DE02-KA109-002626) durch die Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA-BIBB) verliehen.

Der Vorteil der Mobilitätscharta ist, dass die Beantragung der Mobilitätsprojekte für den Inhaber vereinfacht wird. Die Charta gilt bis zur Antragsrunde 2020 und ermöglicht dadurch der Berufsschule Erding eine längerfristige Planungssicherheit.

Weiter Informationen zur Mobilitätscharta finden man hier auf der Homepage der NA-BIBB.

 

Hier eine Auflistung möglicher Maßnahmen im Rahmen einer Internationalisierungsstrategie:

- Abnahme und Ausstellung international anerkannter Zertifikate wie z.B.:

  • Integration der international gültigen EASA CAT-A-Lizenz in den Lehrplan der Fluggerätmechaniker als Ersatz für die Modulprüfungen als zertifizierter, luftfahrttechnischer Ausbildungsbetrieb nach EASA Teil 147.
  • Europäischer Computerführerschein (European Computer Driving Licence, ECDL) - siehe hier
  • Europäischer Wirtschaftsführerschein (European Business Competence* Licence, EBC*L) - siehe: www.ebcl.eu bzw. www.ebcl.de
  • europass Lebenslauf - siehe hier
  • europass Sprachenpass
  • europass Zeugniserläuterungen

- Angebot von international ausgelegten Zusatzqualifikationen wie z.B.:

  • Europakaufmann/frau
  • Europaassistent/-in im Handwerk
  • Kaufmann/frau für internationale Geschäftstätigkeit
  • Kauffrau/Kaufmann International AHK über das ECBM in London (z.B. BS 4 in Nürnberg)
  • Fremdsprachen-Industriekaufmann/-frau (z.B. BS 2 Passau und BS 2 Landshut)
  • Hotelfachfrau/-mann mit der Zusatzqualifikation „Europäisches Hotelmanagement“(z.B. BSZ Immenstadt und BS Erding, siehe hier)

- Erweiterung der Sprachkompetenz der Schüler wie z.B.:

  • Anbieten von Wahlkursen für europäische Sprachen
  • Anbieten bilingualen Unterrichts (Content and Language Integrated Learning - CLIL)
  • Abnahme des KMK-Fremdsprachenzertifikats - siehe hier
  • Abnahme des Cambridge Preliminary English Tests (PET) - siehe hier
  • Abnahme des Cambridge English Advanced certificate (CAE) - siehe hier

- Lehrerfortbildungen und -austausch wie z.B.:

  • Schulinternen Lehrerfortbildungen (Schilf) mit den Themen: Interkulturelle Kompetenz, europass Lebenslauf, europass Sprachenpass, Nutzung des EURES-Portals, europass Zeugniserläuterungen, IHK-Abschlusszeugnisse in Englisch u. Französisch. Siehe hier
  • KA1 - Mobilität in der Berufsbildung (Betriebspraktikum, Job-Shadowing , Unterrichten , Kursteilnahme) für die Lehrkräfte einer Berufsschule und Ausbilder des dualen Partners (früher: LEONARDO DA VINCI - VETPRO). Die Lehrkräfte erhalten den europass Mobilität bzw. die Fortbildungen werden ihnen u.U. als Betriebspraktikum (siehe KMS_Betriebspraktikum_vom_05.05.2015.pdf , 87 KB) anerkannt.
  • KA1 - Personalmobilität im Schulbereich*) (Fortbildungskurse) im Ausland für die Lehrkräfte der Schule (früher: COMENIUS-Lehrerfortbildungen): Antragstellung über den Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz unter www.kmk-pad.org
  • KA2 - Strategische Partnerschaft in der Berufsbildung mit einer ausländischen Schule

- Schülerkontakte oder -austausch bzw. Auslandspraktika wie z.B.:

  • Berufsschüler können an einer KA1 - Mobilität in der Berufsbildung (früher: LEONARDO DA VINCI - IVT) teilnehmen.
  • FOS-Schüler, die sich in einer DBFH-Maßnahme befinden, können an einer KA1 - Mobilität in der Berufsbildung (früher: LEONARDO DA VINCI - IVT) teilnehmen.
  • FOS-Schüler können an einer KA2 - Strategischen Partnerschaft im Schulbereich (früher: COMENIUS-Schulpartnerschaften) teilnehmen.
  • FOS-Schüler könnenn mit einer eigenen Landesförderung des StMUK im Rahmen der fach-praktischen Ausbildung (fpA) ins Ausland entsendet werden.
  • Schüler können auch als Einzelpersonen an Pool-Projekten (siehe Homepage der NA-BIBB mit der Pool-Projektsuche) teilnehmen!
  • Weitere Angebote finden Schüler auf der Homepage der IBS (Informations- und Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung) in der IBS-Datenbank

- Gemeinsame Unterrichtsprojekte über Internetplattformen:

- Durchführung von Unterrichtseinheiten zum Thema "Interkulturelle Kompetenz":

- Internationale Öffnung (Internationalisierung) der Schule

  • Bildung eines BIJ/V: Vorklasse zum Berufsintegrationsjahr in kooperativer Form (d.h. mit einem Maßnahmenträger) für berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge
  • Angebot des Job-Shadowing (Hospitation) und des Unterrichtens für ausländische Lehrkräfte

 - Beteiligung der Einrichtung an Kooperationen/ Netzwerken auf regionaler, nationaler Ebene und/oder internationaler Ebene wie z.B.:

  • in- u. ausländische, berufliche Schulen
  • in- u. ausländische Ausbildungsbetriebe
  • in- u. ausländische Kammern z.B. www.mobilitaetscoach.de
  • Fachhochschulen und Hochschulen
  • Vermittlungsagenturen
  • Nationale Agenturen wie z.B. die NA-BIBB

- Anwendung eines Qualitätsmanagements zur kontinuierlichen Verbesserung bei den Projektdurchführungen wie z.B.:

  • QMBS, Q2E, EFQM etc.
  • Checklisten für die Organisation und Durchführung von Mobilitätsprojekten

- Eindeutige Definition der Aufgaben und Verantwortlichkeiten für Mobilitätsprojekte innerhalb der Einrichtung (z.B. EU-Team bzw. Internationalisierungs-Team).

- Bereitstellung eigener Finanzmittel (z.B. Förderverein, Eltern und Betriebe) oder personeller Ressourcen (z.B. Anrechnungs- bzw. Teamstunden) für Mobilitätsprojekte.

 

Weitere Quellen und Hilfen zum Erstellen einer eigenen Internationalisierungsstrategie findet man hier  in unserer Linksammlung.

 

*)Jede berufliche Schule sollte im Rahmen ihrer europäischen Internationalisierungsstrategie, ihres Europäischen Entwicklungsplans (European Development Plan) bzw. ihres Schulentwicklungsprogramms [siehe BayEUG Art 2 (4)] ihre Schulentwicklung (Organisations- und Personalentwicklung) - über alle Abteilungen und Fachbereiche hinweg - ihren jährlichen Bedarf an Fortbildungskursen (z.B. zu den Themen: Managementkompetenzen, Mitarbeiterkompetenzen, neue Lehrmethoden oder Lehrmittel, europäische Dimension, Sprachkenntnisse, Curriculum, Organisation von Lehre und Lernen) sammeln und in einem gemeinsamen Antrag beantragen. Man kann jährlich einen Antrag stellen; als Dauer kann trotzdem 24 Monate angegeben werden! Die Kurse sind u.a. in einer Kursdatenbank (SchoolEducationGateway), die in das eTwinning-Portal integriert ist, veröffentlicht.